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Asus UL80VT mit Ubuntu 11.04

Für die kleinen Freuden unterwegs habe ich beschlossen, mir ein kleines, leichtes Notebook zu beschaffen, das eine hohe Akkuleistung bringt, und doch mit „vernünftigem“ Bildschirm und Tastatur ausgestattet ist. Meine Wahl fiel auf das Asus UL80VT.

Nach einer kurzen Recherche im Netz (Linlap, Launchpad Mailingliste für diese und ähnliche Baureihen unter Ubuntu) stelle ich fest, dass das Notebook scheinbar nicht komplett, aber doch ausreichend durch Linux-Treiber unterstützt wird.

„Versuch macht kluch“: Da versuche ich doch einfach mal das Neueste vom Neuesten und installiere ein Ubuntu 11.04. Wie an der Versionsbezeichnung leicht zu erkennen ist, ist dieses Ubuntu noch lange kein Release. Aber wie gewohnt – die Installation dieser Entwicklungsversion verläuft absolut reibungslos, der Betrieb bisher absolut stabil. Dinge, die wiederum in bisherigen Ubuntu-Versionen leicht „geruckelt“ haben, gehen plötzlich ganz einfach. Sie können im 11.04-Ubuntu z.B. schon bei der Installation angeben, dass Sie Multimedia-Unterstützung mit installieren möchten. Dann müssen Sie nicht erst lange googeln und „nachinstallieren“, um DVDs abzuspielen, MP3-Dateien oder Flash-Videos.

Ohne irgendwelche weiteren Maßnahmen nach der Installation ergriffen zu haben: Das Notebook läuft, ich höre keine Geräusche außer der abgespielten Musik, ich sehe Flash-Videos, Desktop-Effekte sind eingeschaltet und funktionieren. Ok – die Helligkeit des Bildschirms kann ich tatsächlich nicht per Funktionstasten regeln. Aber das ist für mich persönlich kein Showstopper – zumal die „ausgefeilteren“ Funktionen scheinbar möglich sind – wenn dann auch nur unter einigem „Gefrickel“.

Für mich definitiv zufriedenstellend – also: Daumen hoch!

EDIT:

mySN® XMG7.c 17,3″

Heute ist mein neues, selber konfiguriertes Notebook bei mir eingetroffen, ein mySN® XMG7.c 17,3″ von mySN® Schenker.

Warum kaufe ich mir ein Gaming-Notebook? Erstaunlicherweise gibt es sehr unterschiedliche Konfigurationen für die verschiedenen Anwendungsbereiche – Privat, Business, Gaming, ….. Jedoch scheinen Softwareentwickler nicht zu existieren – und ich würde mal sagen, neben Grafikdesignern haben die noch die höchsten Anforderungen an die Systemperformance. Somit kamen für mich seit eh und je nur Business-Workstations (HP) oder eben Gaming-Systeme in Frage.

Und was soll ich nun zum mySN-Notebook sagen? Mein erster Eindruck ist: Begeisterung!

Der Bildschirm blendet wirklich nicht (wie mir bei einem Telefonat mit dem Shop ein sehr freundlicher Verkäufer zusicherte) und hat dank Full HD mit dem üblichen Glanzeffekt (in offenbar stark verbesserter Qualität) eine astreine Grafik. Man kann sich zwar bei schwarzem Bildschirm selber sehen, aber der ansonsten übliche Blendeffekt tritt hier nicht auf. Verwendet wird hier offenbar ein Clevo Barebone mit Bildschirmhintergrundbeleuchtung (LED). Dazu ein vollständiger Artikel bei Notebook-Check.

Was überzeugt mich besonders? Zuerst einmal die Konfigurierbarkeit. Es ist bei diesem Händler problemlos möglich, den Rechner ohne Betriebssystem zu bekommen. Außerdem gibt es weitere Konfigurationsmöglichkeiten, von denen mir besonders diese gefallen haben:

  • In dieses Notebook können 2 Festplatten eingebaut werden, was ein Pluspunkt ist im Hinblick auf Datensicherheit (wichtig im Business). Es existiert ein interner RAID Controller, mit dem die Festplatten dann problemlos als RAID0 oder RAID1 betrieben werden können.
  • Das Mainboard verträgt bis zu 8GB Speicher, und diese Menge kann entsprechend hinzu konfiguriert werden. Also kein umständlicher Austausch leider unnötig gewordener 2GB RAM-Module, kein dazubestellen und mehrbezahlen der dann benötigten RAM-Module… top!
  • WLAN und eine interne DVB-T Karte können hinein konfiguriert werden, außerdem eine Service-Verlängerung
  • Die Grafikkarte ist eine schnelle NVidia GeForce GTX 280M mit 1GB Memory – für meine Zwecke eher überdimensioniert, aber die GraKa ließ sich leider nicht austauschen.

Da ich mir eine 7200er Festplatte ausgewählt habe (Seagate Momentus, ST9500420AS) und aufgrund der verwendeten CPU (i7 720QM) hätte ich gedacht, dass der Rechner wesentlich lauter wird – aber obwohl anscheinend der Lüfter anspringt bleibt der Rechner flüsterleise – sehr angenehm.

Aber es gibt auch ein paar Sachen, die mir nicht so gut gefallen oder die nicht so gut funktionieren.

  • Die Tastatur ist ganz in Ordnung, aber gewöhnungsbedürftig. Da haben HP-Business-Notebooks eindeutig die Nase vorn. Um Bild hoch/runter oder Pos1/Ende zu benutzen muss man den FN-Key gedrückt halten – für Softwareentwickler eher nachteilig.
  • Die Netzwerkkarte „flattert“ – sie geht ständig aus und wieder an, bis nach ein paar Minuten endlich eine Verbindung eingerichtet wird. Das ist aber wohl eher ein Treiberproblem.
  • Bisher habe ich noch keinen Weg gefunden, das WLAN abzustellen. Möglicherweise auch eine Treibersache.
  • Das Gehäuse ist ganz in Ordnung, aber auch dies reicht nicht an HP-Business-Notebooks heran. Was aber verständlich ist, da der Rechner konfigurierbar sein soll. Auch das Gewicht haut ins Kontor, was aber aus demselben Grund und bei den verwendeten Komponenten ebenso verständlich ist. (Über die Akkulaufzeit sprechen wir aus ähnlichen Gründen ebenfalls nicht – aber darauf kommt es mir nicht an, da ich eigentlich immer „am Netz hänge“ – dank Steckdosen im ICE usw.)

Vielleicht kriegen die Hardwarehersteller oder Konfiguratoren es in absehbarer Zeit mal hin, ganz speziell auf die Bedürfnisse von Softwareentwicklern einzugehen, das wäre toll! ;-) Die HP-Businessnotebooks gefallen mir diesbezüglich schon sehr gut, aber wie es scheint dauert es bei HP etwas länger, bis überhaupt der i7 breit eingesetzt wird und die mangelnde Konfigurierbarkeit habe ich schon in einem vorigen Artikel bedauert.

Traurig

An sich kann ich HP-Notebooks gut leiden. Aber was sehr traurig ist – es gibt HP Notebooks leider so gut wie gar nicht ohne Betriebssystem zu kaufen…..

Irgendwann einmal hat HP sich groß „Linux“ auf die Fahnen geschrieben, will man aber bspw. gerne ein HP 8730w kaufen, so wird man leider eine Windows-Lizenz mitbezahlen müssen, ob man will oder nicht. Armselig eigentlich, dass Marktanteile auf Knebelverträgen mit Hardware-Herstellern beruhen…..

Jedenfalls liegt es für mich nun bedeutend näher, bspw. auf ein Macbook Pro umzuschwenken. Auch auf diesen läuft ein aktuelles Ubuntu scheinbar problemlos, und der Vorteil ist auch: Man kann sich die Ausstattung ein Stück weit selber konfigurieren. Der nächste, widersinnige Punkt beim HP-Notebook 8730w ist z.B., dass man zwar theoretisch 8 GB Arbeitsspeicher darin unterbringen kann – dies wird jedoch von keinem Händler so angeboten! Maximal sind Notebooks mit 4GB zu finden – jedoch leider überwiegend in der 2x2GB Konfiguration. Blöd – will man nun doch 8 GB RAM haben, so schmeißt man als erstes die 2×2-Riegel in den Müll.

EDIT (29.10.09): Fairerweise muss man sagen, dass man bei HP-Vertragshändlern offenbar auch in den Genuss einer selbstbestimmten Konfiguration von HP-Notebooks kommen kann. Und diese erlaubt sogar, dass der Rechner dann ohne Betriebssystem oder mit einem FreeDOS geliefert wird – ABER! Dies gilt nur für Firmenkunden!! Privatkunden schauen also diesbezüglich leider in die Röhre.

Alternativen (beispielhaft, ohne Anspruch an Vollständigkeit):